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Ereignisdetails
Tornado · Bestätigt

Tornado bei Norderney

16.02.1999 · Norderney · Niedersachsen · Deutschland

Medien 0
Quellen & Links 4
Schäden 0
Chasing 0
Radar/Satellit 0
Koordinaten vorhanden
Alte ID 56631
Verletzte 0
Tote 0

Beschreibung

Noch keine Beschreibung hinterlegt.


Fachliche Detaildaten

Erstreckung
100

Art laut Altdatenbank
Tornado
Detailtyp
Unknown
Anzahl
1
Intensitätsschätzung
Beschreibung der Schäden, zum Beispiel in einer Zeitung
Art der Quelle
Zeitungsbericht
Unsicherheit / Zweifel
Nein
Landnutzung Start
Land
Landnutzung Ende
Land
Untergrund / Gelände
Land

Verletzte
0
Tote
0

Gebiet
Flach
Kontinent
Europa

Quellen und weiterführende Links

4 Einträge
Quelle 2
Link 1
Info 1
Info Info Mitten im Februar richtete dieser Tornado auf der Nordseeinsel Norderney Millionenschäden an. Der Tornado entstand gegen 19:15 Uhr in der Halemstraße. Er zog bis zum Denkmal und endete schließlich am Sportplatz, wo er das Dach der Sporthalle schwer beschädigte. Dächer und Bäume wurden beschädigt, Trümmer wurden fortgetragen. Dazu der Bericht eines Feuerwehrangehörigen: Ich war abends beim Abendbrotessen und sah, dass es draußen sehr stark hagelte. Körner teils 12 mm groß, die auch noch 1 Stunde später auf der Strasse lagen. Ich selber wurde gegen 19.20 Uhr per Funkmelder zu einer Gasexplosion gerufen, weil eine ältere Norderneyerin die Leitstelle der Feuerwehr angerufen und gesagt hatte, dass alles durch die Luft geflogen wäre und nun alles schwarz sei. OK, sie hatte bedingt recht, ihr Dach lag 2 Straßen weiter in Einzelteilen, und die Dämmung der Decken und Wände (schwarze Steinwolle) klebte durch Regen und Hagel überall. Auf der Anfahrt dahin mussten wir durch ein Trümmerfeld von Dachziegeln und Dachpappe. Beim Aussteigen vor Ort fragten mich einige Leute was denn passiert sei, und ich sagte, gehen Sie weit weg.... Gasexplosion. Hinter mir kam ein Bekannter von mir aus einer Ecke, in der er Schutz gesucht hatte, und sagte: Ne, das war ein Tornado, so wie in Amerika, nur nicht so groß. Ich lachte. Aber als wir dann sahen, was passiert war, wusste ich das er recht hatte. Die Spur der Verwüstung zog sich quer über die ganze Insel. Wir wussten nicht, was wir zuerst machen sollten. Mitten in der Nacht mussten wir jede Menge Baumaterialien und Folien / Planen beschaffen, um die betroffenen Dächer und Gebäude notdürftig zu verschließen. Viele Schäden wurden auch erst in den nächsten Tagen entdeckt, da einige Norderneyer nicht zu Hause waren (im Urlaub, da im Sommer keine Zeit). Ich war noch bis morgens um 3.00 Uhr im Einsatz. Am nächsten Tag gab es in der Badezeitung eine Sonderseite mit Schadensbildern. Einige Bewohner waren am Dienstagabend Augenzeugen, als sich aus einem gewittrigen, sich senfgelb verfärbenden Abendhimmel, die Windhose wie ein Trichter vom Westkopf auf das Stadtgebiet senkte. Nur einen Augenblick lang dauerte es, bis sie über die Insel in Richtung Hafen fortgezogen war. Ihr blitzartiger Durchzug war von einem lauten Grummeln begleitet. Die Schneise der Schäden war nur etwa 20 bis 30 Meter breit aber mit verheerenden Folgen.

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