Zum Inhalt springen
Ereignisdetails
Tornado · Bestätigt

Pforzheim

10.07.1968 · Pforzheim · Baden-Württemberg · Deutschland

Medien 0
Quellen & Links 7
Schäden 0
Chasing 0
Radar/Satellit 0
Koordinaten vorhanden
Schadensspurlänge 30 km
Max. Breite 30
Dauer 12
Verletzte 300
Tote 2

Beschreibung

Noch keine Beschreibung hinterlegt.


Fachliche Detaildaten

Strecke / Verlauf
Malsch-Sulzbach, Ettlingen-Oberweier, Karlsbad-Ittersbach, Ottenhausen-Rudmersbach, Gräfenhausen, Birkenfeld sowie den Süden der Stadt Pforzheim und die Siedlung Neubärental
Dauer
12
Schadensspurbreite
30
Max. Schadensspurbreite
30
Schadensspurlänge
30 km
Zugrichtung
W E
Erstreckung
100

Art laut Altdatenbank
Tornado
Detailtyp
Unknown
Anzahl
1
Intensitätsschätzung
Schadensbewertung durch einen Wetterexperten
Art der Quelle
Webseite
Unsicherheit / Zweifel
Nein
Landnutzung Start
Land
Landnutzung Ende
Land
Untergrund / Gelände
Land

Wolkenschlauch beobachtet
Ja
Windzone
Windzone 1a – Bergland
Weitere Wettererscheinungen
Keine

Gesamtschaden
130 Mio. DM
Verletzte
300
Tote
2
Gebäudeschäden
Insgesamt wurden hier 2.350 Gebäude beschädigt, davon sechs völlig zerstört.
Vegetationsschäden
Zusätzlich wurden 46 Hektar Stadtwald und etwa 80 Hektar Staatswald komplett umgeworfen und abgebrochen. Insgesamt fielen etwa 130.000 Festmeter Sturmholz an.
Verfrachtungen
Autos wurden bis zu 200 Meter durch die Luft gewirbelt.

Nächstgelegener Ort
Karlsruhe
Gebiet
Flach
Kontinent
Europa

Quellen und weiterführende Links

7 Einträge
Quelle 2
Link 1
Info 1
Info Info Der Tornado von Pforzheim gehört zu den bekanntesten und zugleich zu den schlimmsten, die in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland gewütet haben. Der Pforzheimer Tornado zog am Abend des 10. Juli über den Süden Pforzheims hinweg. Insgesamt war die Zugbahn etwa 30 Kilometer lang. Dabei entstanden Schäden in Höhe von rund 130 Mio. DM und allein in Pforzheim wurden mehr als 2.000 Häuser beschädigt. Zwei Menschen kamen in Ottenhausen (westlich von Pforzheim) ums Leben, und im Stadtgebiet wurden mehr als 200 Menschen zum Teil schwer verletzt. In den Wochen danach verunglückten noch einmal 130 bei den Aufräumarbeiten, ein Dachdecker starb dabei. Die Gewitterzelle, in dessen Bereich sich der Pforzheimer Tornado bildete, entstand bereits über Frankreich und brachte hier schon einen ersten Tornado hervor, der zwischen 20:15 und 21:00 Uhr MEZ auf einer Strecke von etwa 60 Kilometern vor allem erhebliche Forstschäden anrichtete. Der Tornado löste sich nach den vorliegenden Erkenntnissen nach überquerung der nördlichen Vogesen noch in Frankreich wieder auf. Nach einer Unterbrechung von 35 Kilometer entstand ein neuer Wirbel, der später als "Pforzheimer Tornado" bekannt wurde. Seinen Anfang nahm er gegen 21:30 Uhr zwischen Malsch-Sulzbach und Ettlingen-Oberweier, wobei zunächst noch kein Bodenkontakt beobachtet wurde. Augenzeugen beschrieben an der Vorderseite des aufziehenden Gewitters eine so genannte Wallcloud, aus der der Schlauch herausragte. Bei Karlsbad-Ittersbach gab es erste Schäden, den Ort selbst erreichte der Tornado um 21:37 Uhr. Bis ca. 21:50 Uhr überquerte der sehr starke Tornado u.a. Ottenhausen-Rudmersbach, Gräfenhausen und Birkenfeld sowie den Süden der Stadt Pforzheim und die Siedlung Neubärental.
Wetterkarte 3

Kommentare

0 freigegeben

Noch keine freigegebenen Kommentare vorhanden.


Einloggen und kommentieren